1. Mannschaft
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Hier der Wortlaut auf der Niederdreisbacher Seite:

„Das heutige Spiel nahm leider ein unglaublich bitteres Ende. Wir waren in der ersten Halbzeit wirklich bärenstark und führten folgerichtig durch unseren Aushilfsstürmer Stefan Ermert. In der 43. Minute gab es dann leider den Ausgleich nach einem Freistoß, den unser in dieser Situation verletzter Torhüter Schumacher nicht parieren konnte. Schumacher mussten wir dann in der Pause durch Hees ersetzen, wodurch wir als mögliche Reserve nur noch den Torwarttrainer und mich als Trainer zur Verfügung hatten. Wir sind dann eigentlich gut aus der Kabine gekommen, kassierten aber trotzdem nach einem Abwehrfehler das 1:2 - total unverdient, wie ich finde, aber was soll man machen. Im Gegenzug besorgte Josten aber das 2:2 und wenig später traf er sogar noch den Pfosten. Es ist einfach wie verhext: Als Josten kurz vor Schluss von Keeper Cziudej zu Fall gebracht wurde, brachte der Gefoulte den fälligen Elfmeter nicht ins Tor, weil er den Ball nicht richtig traf. So kam es, wie es kommen musste. Im Gegenzug blieb der Ball dreimal in Pfütze liegen, wurde von Lautzert hereingespielt, am Sechzehner optimal getroffen und flog in den Winkel.

Ich bin endlos enttäuscht. Eigentlich hätte der Favorit hier nicht einmal einen Punkt verdient, aber wenn du oben stehst, hast du eben das Glück!“

Quelle: http://www.vfb-niederdreisbach.de


Auch gegenüber der Rhein-Zeitung hat sich Trainer Hensel ähnlich geäußert und hier sogar davon gesprochen, dass seine Mannen zur Halbzeit mit 3:0 hätten führen müssen.

 

Mal abgesehen von der leichten Übertreibung in Sachen potentiellem Halbzeitstand und der etwas verblümt dargestellten Leistung seiner Truppe - gerade nach dem Pausenpfiff, hatte die Spvgg. in diesem Spiel tatsächlich mehr als Glück, am Ende noch mit drei Punkten nach Hause zu fahren.

Im ersten Durchgang ging bei unserer Elf nicht viel zusammen. Die Defensive präsentierte sich immer wieder anfällig für die langen Bälle der Niederdreisbacher, während die Offensivakteure nicht in der Lage waren den Ball in den eigenen Reihen zu halten.

Dies führte – unterstützt durch den schwierig zu bespielenden Hartplatz – zu vermehrten Ballverlusten auf Seiten der Spvgg. und damit gleichzeitig zu wachsendem Selbstvertrauen der kämpferisch auftretenden Heimelf.

Folgerichtig dauerte es auch nicht lange, bis ein langer Ball aus der Niederdreisbacher Defensive die 1:0 Führung für die Heimelf herbeiführte (11. Minute).

Unsere Elf war fortan bemüht die Spielkontrolle zu übernehmen, während Niederdreisbach immer wieder gezielte Nadelstiche setzen und letztlich bis zum Halbzeitpfiff auch die besseren Chancen verzeichnen konnte.

Aber zum Fußball gehören eben auch Standardsituationen und dafür haben wir halt einen Spezialisten. Nach einem Foul an Matthias Keller ca. 20 Meter vor dem Tor, ließ sich Tim Lang aus halblinker Position nicht lange bitten und versenkte den sicherlich nicht unhaltbaren Freistoß im Tor.

Somit ging es mit einem 1:1 Unentschieden in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel begann dann – entgegen der obigen Darstellung des gegnerischen Trainers – eigentlich die stärkste Phase unserer Elf, während Niederdreisbach kaum noch in der Lage geordnete Spielzüge vorzutragen.

Nach einem Stockfehler in der Hintermannschaft der Heimelf stand Matthias Keller plötzlich alleine vor dem Niederdreisbacher Torwart und versenkte den Ball mit der gebotenen Ruhe in dessen Gehäuse.

Die Spvgg. war jedoch nicht in der Lage den taumelnden Gegner auszuknocken, sondern brachte ihn durch eigene Unzulänglichkeiten sogar zurück ins Spiel. Nach einem schlecht verteidigten Freistoß aus dem rechten Halbfeld, landete der Ball auf dem Fuß eines am langen Pfosten vergessenen Angreifers. Dessen Schuss landete dann aus unhaltbar im kurzen Eck (67. Minute).

Danach lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch.

Als Niederdreisbach nach einem erneuten Konter kurz vor Spielende auch noch einen Elfmeter zugesprochen bekam, sah es für die Spvgg.ganz düster aus. Der Schuss des Gefoulten landete jedoch glücklicherweise rechts neben dem Pfosten.

Besser machte es dann drei Minuten vor dem Ende Tim Lang, der nach einigem Durcheinander in Niederdreisbacher Sechzehner von Semjon Brückmann den Ball aufgelegt bekam und diesen sehenswert aus 15 Metern ins linke obere Toreck nagelte.

Dies war dann gleichzeitig auch der Endstand in einer äußerst nervenaufreibenden Partie.

Wenn man das gesamte Spiel, die Chancenverteilung und auch die Chronologie der Ereignisse betrachtet, muss man hier aus Sicht der Spvgg. sicherlich von einem glücklichen Erfolg sprechen.

Aber auch solche Spiele muss man erst einmal für sich entscheiden. Wenn auch die spielerischen Elemente derzeit nicht wie gewünscht funktionieren, muss man sich die Punkte eben erarbeiten.

Nichtsdestotrotz ein Kompliment an den Gegner aus Niederdreisbach. Mit ähnlichen Leistungen in den verbleibenden Spielen, sollte der Klassenerhalt durchaus möglich sein.

Weiter geht es für unsere Elf am Sonntag zu Hause gegen den SSV Weyerbusch. Anstoß ist um 14.30 Uhr (hoffentlich) in Lautzert.

Spielplan - Erste